Der Hohe Frauentag am 15. August ist in Tirol weit mehr als ein gesetzlicher Feiertag. Mariä Himmelfahrt hat im Land eine lange Tradition und ist eng mit kirchlichem Leben, regionalem Brauchtum und der Verbundenheit mit der Natur verbunden.
Viele Tiroler Gemeinden feiern den Tag mit festlichen Gottesdiensten und Prozessionen. Besonders eindrucksvoll ist dabei die festliche Gestaltung der Kirchen und Plätze. Trachten, Musik und gemeinschaftliche Feierlichkeiten verleihen dem Feiertag eine besondere Atmosphäre.
Kräuterweihe – ein Brauch mit langer Geschichte
Ein wichtiger Bestandteil des Hohen Frauentags ist die Kräuterweihe. Dabei werden traditionelle Kräuter- und Blumensträuße – häufig als sogenannte Kräuterbuschen oder Kräuterzangen – in der Kirche gesegnet. Je nach Region werden dafür unterschiedliche Pflanzen gesammelt, die traditionell mit Schutz, Gesundheit und Segen verbunden werden.
Der Brauch zeigt die enge Beziehung zwischen Mensch und Natur, die insbesondere in den ländlichen Regionen Tirols seit Jahrhunderten gepflegt wird. Die Kräuterbuschen werden nach der Weihe mit nach Hause genommen und dort aufbewahrt. Zur Weihnachtszeit werden die Kräuter zum Räuchern verwendet.
Ein Feiertag, der Gemeinschaft verbindet
Der Hohe Frauentag ist zugleich ein Tag der Begegnung. Nach dem Gottesdienst ist es bei uns der Brauch, sich auf eine Wanderschaft auf die Alm zu begeben. Ausflüge und gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden gehören für viele zu diesem besonderen Tag.
Tiroler Tradition erleben
Wer Tirol am Hohen Frauentag besucht, erlebt eine besondere Mischung aus Glaube, Brauchtum und Tiroler Lebensgefühl. Der Feiertag macht sichtbar, wie tief verwurzelt manche Traditionen in den Gemeinden sind – und wie sie von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.
So verbindet der Hohe Frauentag Vergangenheit und Gegenwart: Alte Bräuche werden bewahrt, gleichzeitig bleibt Raum für gemeinsames Feiern und neue Erinnerungen.
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